Aktionsmaterial

Auf dieser Seite findet sich eine Zusammenstellung der Materialien, die zu einer bestimmten Aktion oder Kampagne von Amnesty International verwendet werden können.

1. MAI TAG DER ARBEIT

Die TheKo MaF hatte bisher zwei Aktionstage im Jahr: am 8. März, dem Internationalen Frauentag, und am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen. Dieses Jahr zum ersten Mal haben wir einen dritten Aktionstag dazu genommen, den 1. Mai. Aufgrund der Pandemie und der eingeschränkten Versammlungsfreiheit schlagen wir drei Online-Aktionsmöglichkeiten vor:

– Li Qiaochu – Arbeitsrechtlerin in Foltergefahr
– Prudence Amoussou – Angeschossen während einer Demo am 1. Mai 2019
– und ein Highlight, das Video „Women’s rights“, eine Kooperation der AI Jugend aus Ghana und der AI Jugend aus Deutschland.

1. LI QIAOCHU – Arbeitsrechtlerin in Foltergefahr
– Beteiligt euch an der Urgent Action:
https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/arbeitsrechtlerin-foltergefahr?ref=25847
– Postet rund um den 1. Mai den Link der Urgent Action auf Facebook.
Dazu könnt ihr beispielsweise schreiben:
Arbeitnehmerinnenrechte sind Menschenrechte
Setz dich für Li Qiaochu ein
oder
Arbeitsrechtlerin in Foltergefahr
Setz dich für Li Qiaochu ein
oder
Arbeitnehmerinnenrechte sind Menschenrechte
Wo ist Li Qiaochu?
– Twittert den Link der UA mit dem Photo von Li Qiaochu und verleiht eurem Protest
Ausdruck.
#China #1.Mai2020
@AI_Gewerkschaften @AmnestyFrauen
Hintergrund:
Li Qiaochu, Arbeitsrechtlerin und Feministin, wurde am 16. Februar in Peking von der Polizei abgeführt. Sie ist an einem unbekannten Ort inhaftiert. Amnesty geht davon aus, dass ihre Festnahme mit ihren Aktivitäten gegen geschlechtsspezifische Gewalt und mit der Tatsache zu tun hat, dass ihr Partner Xu Zhiyong im Dezember 2019 an einem informellen Treffen von Anwält_innen und Aktivist_innen teilgenommen hat. Es besteht große Sorge, dass Li Qiaochu gefoltert oder auf andere Weise misshandelt wird. Li Qiaochu, Jahrgang 1991, ist Feministin und arbeitet wissenschaftlich zu Arbeitsrechten. Sie schloss ihr Studium an der School of Labour and Human
Ressources der Universität Renmin in China ab. Sie beschäftigt sich seit langer Zeit mit Fragestellungen rund um die rechtliche Gleichstellung von Arbeiter_innen, Frauen und anderen benachteiligten Teilgruppen der chinesischen Gesellschaft. Ihr Forschungsgebiet umfasst Themen wie politische Maßnahmen zur sozialen Absicherung von Arbeiter_innen im Ruhestand. Als die
Pekinger Behörden 2017 zahlreiche Wanderarbeiter_innen – die sie als „Bevölkerung
mit niedrigem Einkommen“ bezeichnete – zwangsräumte und vertrieb, arbeitete Li Qiaochu mit Freiwilligen, um Informationen über die am schwersten betroffenen Gruppen zusammenzustellen und zu verbreiten. So wollte sie die vertriebenen Arbeitsmigrant_innen darin unterstützen, neue Jobs und bezahlbare alternative Unterkünfte zu finden. Li Qiaochu beteiligte sich zudem aktiv an mehreren #MeToo-Aktionen in China. Sie stellte Daten zusammen, schrieb Berichte und veröffentlichte
Online-Posts zur Unterstützung der Bewegung.

2. Prudence Amoussou – Angeschossen während einer Demo am 1. Mai 2019
– Schickt einen Brief gegen das Vergessen.
Ihr könnt euch an der Online-Aktion beteiligen oder den Musterbrief ausdrucken und per Post, Fax oder Email verschicken.
https://www.amnesty.de/mitmachen/brief-gegen-das-vergessen/prudence-amoussou?etcc_med=Newsletter&etcc_var=BGDV-NL&dat=KW14-2020
– Setz den Link der Briefaktion auf Facebook.
Dazu könnt ihr beispielsweise schreiben:
Angeschossen auf einer Demo am 1. Mai 2019
Wir fordern eine unparteiische Untersuchung der Todesursache.
oder
Angeschossen auf einer Demo am 1. Mai 2019
Woran ist Prudence Amoussou gestorben?
Oder
Angeschossen auf einer Demo am 1. Mai 2019
Keine Amnestie für schwere Menschenrechtsverletzungen
– Twittert den Link der Briefaktion mit dem Photo von Prudence Amoussou und
verleiht eurem Protest Ausdruck.
#Benin #1.Mai2020
@AI_Gewerkschaften @AmnestyFrauen
Hintergrund
Die 37-jährige siebenfache Mutter Prudence Amoussou aus Benin wurde am 1. Mai 2019 in Cotonou bei einer Demonstration angeschossen. Die Polizei setzte scharfe Munition gegen Personen ein, die nach den umstrittenen Parlamentswahlen aus Protest auf die Straße gingen. Tags darauf starb Prudence Amoussou im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Ihre Familie wurde nicht zu ihrem Leichnam vorgelassen. Am 6. August 2019 kontaktierten die Krankenhausbehörden die
Familienangehörigen von Prudence Amoussou und forderten sie auf, den Leichnam innerhalb von zehn Tagen im Leichenhaus abzuholen. Sie händigten der Familie eine Sterbeurkunde aus, die besagte, Prudence Amoussou sei „infolge einer Krankheit“ gestorben.
Ihre Angehörigen fordern eine Untersuchung des Falls sowie eine Autopsie und eine ärztliche Bescheinigung der tatsächlichen Todesursache von den Krankenhausbehörden. Bisher hat die Familie noch keine Antwort erhalten. Der Leichnam von Prudence Amoussou befindet sich nach wie vor im Leichenhaus.

3. Video „Women’s rights“, eine Kooperation der AI Jugend aus Ghana und der AI
Jugend aus Deutschland
Die AI Jugend aus den Ländern Ghana und Deutschland haben ein Video über
Frauenrechte erstellt: „Women’s rights“
https://amnesty-frauen.de/2020/03/womens-rights-video/
In diesem Video geht es unter Anderem um die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit sowie um die Mehrfachbelastung von Frauen und Müttern, die sich neben ihrer Berufstätigkeit allein um den Haushalt und die Kinder kümmern, und dies in der Regel ohne Bezahlung.

– Postet den Link zu diesem Video auf Facebook.
Dazu könnt ihr beispielsweise schreiben:
Gender Equality Now bzw. Geschlechtergleichstellung JETZT
oder
Each for equal
oder
Artikel 23 der AEMR: Jeder Mensch hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche
Arbeit ohne jede Diskriminierung.
oder
Weltweit werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. In Deutschland verdienen
Frauen 21 % weniger als ihre männlichen Kollegen.
-Twittert den Link zum Video und verleiht eurem Protest Ausdruck.
#1.Mai2020 #GenderEqualityNow #EachForEqual
@AI_Gewerkschaften @AmnestyFrauen

8. MÄRZ: INTERNATIONALER TAG DER FRAU

SUDAN:

Nach monatelangen Protesten kam es im letzten Jahr zum Sturz des Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir und zur Bildung einer Übergangsregierung unter Premierminister Abdalla Hamdok. Die friedlichen Proteste wurden vor allem von Frauen und jungen Leuten getragen. Das Bashir-Regime reagierte mit brutaler Gewalt, was in dem Massaker vom 3.Juni 2019 gipfelte. Es gab über 100 Todesopfer und mehrere hundert Verletzte. Dabei gingen die Sicherheitskräfte (besonders die Rapid Support Forces, RSF) auch brutal gegen Frauen vor. Es kam zu vielen Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen auf Frauen, auch während der Haft.

Wir haben für euch eine Hintergrundinformationen Sudan Feb. 2020_END und eine Petition 2020 Sudan_END. Weitere Informationen auch hier.

INDIEN:

Politikerinnen in Indien sehen sich auf Twitter mit einem schockierenden Ausmaß an Missbrauch konfrontiert, wie die Daten einer neuen Studie mit dem Titel “Troll Patrol India Online Missbrauch von Politikerinnen in Indien aufdecken” zeigen. Die Studie wurde mit Hilfe von Crowdsourcing, maschinellem Lernen und Datenwissenschaft durchgeführt. Sie überprüfte Hunderttausende von Tweets, die an 95 Politikerinnen geschickt wurden – eine Analyse von beispiellosem Ausmaß in Indien, sagte Amnesty International Indien heute.

Weitere Informationen dazu hier.

Wir werden ab dem 8.3. von unserem Twitter Account @AmnestyFrauen regelmäßig dazu Tweets absetzen – wir freuen uns, wenn ihr uns folgt und diese teilt.

WEITERES MATERIAL:

  • Stickepostkarten mit 6 Stickern, auf denen Sprüche zu Frauenrechten stehen (z.B. My Body, My Rights, My Choice, My Voice)
  • Sprayvorlagen für das besprühen von Jutebeuteln, T-Shits, Demoschildern etc. Wie diese aussieht, seht ihr im Beitragsbild rechts oben.
  • bestellen könnt ihr beides bei judith.treiber(at)amnesty-frauen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Auf unserer alten Webseite sind weitere Materialien von Aktionen der letzten Jahre einsehbar.

28. April 2020