8. MÄRZ: INTERNATIONALER FRAUENTAG

Der 8. März steht wieder an und wir freuen uns auch dieses Jahr, den internationalen Frauentag wieder zusammen mit Euch zu feiern – aber auch auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, denen Frauen weltweit noch immer ausgesetzt sind.

Schaut gleich nach, welche Materialien ihr dieses Jahr für eure Aktionen nutzen könnt.

Mut braucht Schutz

Tag für Tag setzen sich Menschen weltweit für ihre Rechte und die Rechte anderer ein. Doch wer sich für Menschenrechte engagiert, wird zunehmend diffamiert, überwacht, durch repressive Gesetze an der Arbeit gehindert – manchmal sogar ermordet. Frauen, die sich Menschenrechtsverletzungen entschlossen entgegen stellen, geraten insbesondere ins Fadenkreuz und werden in ihrem Aktionismus behindert.

Materialien

Zum 8. März wollen wir Euch daher ermutigen, weiterhin für die Kampagne „Mut braucht Schutz“ aktiv zu werden. Diese Materialien stehen Euch zur Verfügung:

  • Aktionsanleitung (im Intranet, inkl. Anleitung für eine Mitmach-Aktion auf S.5f.) und Bestellschein (im Intranet)
  • Online-Petition zur Kampagne
  • Faltblatt
  • versch. Plakate zum Selbstausdruck (Version 1, Version 2, Version 3, Version 4)
  • Konzept für eine Unterrichtsstunde zum Thema Menschenrechtsverteidigerinnen (geeignet für SchülerInnen ab 12 J., geplante Dauerca. 1h, im Intranet)
  • Stickerpostkarte (neue Version, Kontakt)
  • Filmliste (im Intranet)

Einzelfälle

Ein besonderer Fall im Rahmen der Kampagne ist der von Eren Keskin. Die türkische Menschenrechtsverteidigerin und Rechtsanwältin droht eine lange Haftstrafe, weil sie u.a. drei Jahre lang Mitherausgeberin einer prokurdischen Zeitung war. Zu ihrem Fall gibt es aktuell eine Online-Aktion, eine Appell-Postkarte und einen Handzettel.

 

 

 

Am 8. März könnt ihr euch auch gegen die Justizfarce rund um Amal Fathy einsetzen. Mit den laufenden Verfahren gegen die Frauenrechtsverteidigerin demonstriert das ägyptische Regime, dass jegliches eigenständige zivilgesellschaftliche Engagement in Ägypten unerwünscht ist. Amal Fathy hatte sich gegen die Untätigkeit des Regimes bei sexueller Gewalt gegen Frauen ausgesprochen. Zu ihrem Fall gibt es ebenfalls eine Appell-Postkarte und einen Handzettel.

 

 

 

Die unbeugsamen Frauen des Nadeem-Zentrums nehmen Folter nicht hin. Das Nadeem-Zentrum aus Kairo macht regelmäßig Folterfälle öffentlich und betreibt die einzige Klinik, die gefolterte Menschen behandelt. Diese wurde von der Regierung geschlossen,weitere Repressalien gegen die Betreiberinnen folgten. Für ihr Engagement wurden die Frauen 2018 mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International ausgezeichnet. Zur Information gibt es zwei Plakate (Version 1, Version 2), Faltblatt und versch. Schildvorlagen (s. Intranet).

 

 

Obwohl sich der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman als Reformer inszeniert und behauptet, für mehr Gleichberechtigung einzutreten, wurden kurz nach der Einführung des Frauenfahrrechts im Königreich einige der prominentesten Frauenrechtlerinnen des Landes unter fadenscheinigen Anschuldigungen in Bezug auf ihre Arbeit für die Rechte von Frauen festgenommen.  Auch zum 8. März 2019 könnt ihr Euch für die mutigen Frauen einsetzen. Hierzu gibt es eine Online-Petition, eine Print-Petition und einen Handzettel.

 

 

Urgent Actions

Auch in diesem Jahr haben wir für Euch wieder zwei Urgent-Actions aufbereitet, die Ihr bei euren Aktionen vor Ort verwenden könnt.

Der Fall von Maria Ressa

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte bei einer Rede vor Angehörigen der Armee am 4. Oktober 2016 in Manila

Maria Ressa, Chefredakteurin der Nachrichtenwebsite Rappler, die sich wiederholt regierungskritisch äußert, wurde am 13. Februar 2019 wegen des politisch motivierten Vorwurfs der „Online-Verleumdung“ festgenommen. Die Festnahme von Maria Ressa scheint Teil eines größer angelegten Versuchs zu sein, Regierungskritier_innen zum Schweigen zu bringen.

Petitionsliste (Laufzeit bis 01.04.2019)

Mehr Informationen zum Fall

 

 

Der Fall von Nassima al-Sada

Nassima al-Sada

Seit Anfang Februar 2019 befindet sich die Menschenrechtsverteidigerin Nassima al-Sada im al-Mabahith-Gefängnis in Dammam in Einzelhaft. Sie ist seit Juli 2018 ohne Anklage oder Gerichtsverfahren inhaftiert.

Petitionsliste (Laufzeit bis 31.03.2019)

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