MOSAMBIK: MENSCHENRECHTLERIN BEDROHT

Die Menschenrechtsverteidigerin Fátima Mimbire wird seit dem 18. Januar in den Sozialen Medien eingeschüchtert und bedroht. Die Drohungen gegen die Mitarbeiterin einer zivilgesellschaftlichen Organisation begannen mit ihrer Rolle bei einer Kampagne der Organisation. Die Kampagne richtet sich gegen den Versuch der Regierung, große Kredite aus öffentlichen Kassen zurückzuzahlen, die die Regierung ohne die Zustimmung des Parlaments aufgenommen hatte. Setzen Sie sich bis zum 12. März 2019 für Fátima Mimbire ein und fordern Sie ihren Schutz.

Seit dem 18. Januar erhält die Menschenrechtsverteidigerin Fátima Mimbire einschüchternde Nachrichten und Morddrohungen in den Sozialen Medien. Diese Angriffe begannen genau an dem Tag, an dem das Centro de Integridade Pública (CIP) eine Kampagne startete. Das CIP ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich für staatliche Integrität einsetzt. Die CIP-Kampagne kritisiert die Initiative der mosambikanischen Regierung, Kredite zurückzuzahlen, die die Regierung ohne Zustimmung des Parlaments aufgenommen hatte, um drei staatliche Unternehmen zu gründen. Fátima Mimbire arbeitet für das CIP und ist aktiv an der Kampagne beteiligt.

Gegen Fátima Mimbire läuft außerdem in den Sozialen Medien eine Verleumdungskampagne auf Plattformen wie Facebook und WhatsApp, um sie und ihre Arbeit in Verruf zu bringen. Ein Facebook-Post lautete: „Das CIP initiiert und fördert Spannungen zwischen dem Staat und der mosambikanischen Gesellschaft. Hütet euch vor Fátima Mimbire.“ Ein anderer Facebook-User schrieb: „Fátima Mimbire sollte sich ihrer Haltung schämen. Sie prostituiert sich bei US-amerikanischen und portugiesischen Leuten, um Geld zu verdienen, und traut sich trotzdem in den Sozialen Medien aufzutreten und das Land zu destabilisieren. Warum kümmerst du dich nicht um deine Familie? Die braucht dich. Du solltest dein Leben genießen, solange du noch am Leben bist.“

Das CIP verteilt T-Shirts mit der Aufschrift „Ich zahle nicht für geheime Schulden“. Vom 21. bis zum 24. Januar umstellte die Polizei das Büro des CIP in Maputo und beschlagnahmte die T-Shirts. Sie wiesen das CIP außerdem an, die Verteilung der T-Shirts einzustellen.

Amnesty International geht davon aus, dass Fátima Mimbire wegen der Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung und ihrer Arbeit als Menschenrechtsverteidigerin in den Sozialen Medien eingeschüchtert und verleumdet wird.  

FORDERUNGEN VON AMNESTY INTERNATIONAL ZU DIESEM FALL:

  • Unabhängige und unparteiische Untersuchung der Drohungen und Einschüchterungen gegen Fátima Mimbire
  • Schutz für Fátima Mimbire und andere CIP-Mitarbeiter_innen
  • Gewährleistung des Rechts auf Meinungsfreiheit in Mosambik

Weitere Informationen zum Fall von Fátima Mimbire und Hinweise wie Sie sich einsetzen können, finden Sie hier.

Und weitere Eilaktionen finden Sie wie immer hier.