FRAUENRECHTE 2018

Eine Amnesty-Unterstützerin beim Women’s March in Washington, 21. Januar 2017

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. 70 Jahre ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte nun alt. Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt und wollen wissen: Wo stehen wir heute? Und wie sieht es mit den Frauenrechten aus?

Immer mehr Menschen führen ein Leben frei von Not, Furcht und Diskriminierung. Und ­zugleich gibt es immer wieder Orte, an denen Rückschläge passieren. Es bleibt noch einiges zu tun, bevor die Vision der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vollständig Realität wird: eine Welt, in der alle Menschen frei sind und die gleichen Rechte haben.

Auch dieses Jahr war der Kampf gegen und für mehr Frauenrechte wieder intensiv. Überall auf der Welt geraten Frauenrechte unter Druck und müssen (neu) erstritten werden. Amnesty International hat hierzu Artikel zusammengestellt, die einige Brennpunkte aufzeigen.

Frauen leisten Widerstand

Die Welt feiert den 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie sollte sich als ­schlagkräftiges Mittel gegen die Ungerechtigkeit in der Welt erweisen. Doch Frauenrechte geraten 2018 immer mehr in Bedrängnis. Die Frauen gehen daher weltweit auf die Straße und machen ihrem Ärger Luft.

 

 

#ToxicTwitter – Hass gegen Frauen im Netz

2018 haben Frauen eindringlich darauf hingewiesen, dass ihr Recht auf Meinungsfreiheit in den sozialen Medien bedroht ist, weil sie zunehmend Gewalt und Anfeindungen ausgesetzt sind. Mit der Kampagne #toxictwitter prangern sie die unzureichenden Schutzmaßnahmen in den Social Media wie Twitter an.

 

 

In der Wirtschaft bleiben Frauen außen vor

Im Januar 2018 rief das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos dazu auf, in diesem Jahr Frauenrechte zu stärken und die Gleichberechtigung weltweit voranzutreiben. Das Forum forderte die Regierungen auf, dafür zu sorgen, dass der Anteil der Arbeitnehmerinnen zukünftig dem der Arbeitnehmer entspricht.

 

 

70. Geburtstag – Wie geboren für die Menschenrechte

Die politisch engagierte Britin Helen Thomas teilt ihren Geburtstag mit der berühmtesten Erklärung der Vereinten Nationen. Hier schildert sie ihre Gedanken darüber, was es heißt, „frei und gleich“ geboren zu sein, und wie viel noch zu tun bleibt, um dies für alle Menschen Realität werden zu lassen.

 

 

Naher Osten und Nordafrika: Gegen Unterdrückung und Brutalität

Im Nahen Osten und in Nordafrika wurden Menschenrechts­verteidiger_innen 2018 in vielfacher Weise bedroht – sowohl von Regierungen als auch von bewaffneten Gruppen. Dennoch schafften sie es, in harten Kämpfen Verbesserungen zu erreichen. An erster Stelle sind dabei die Frauen zu nennen, die sich gegen tiefverwurzelte geschlechtsspezifische Diskriminierung und andere systematische Menschenrechtsverletzungen auflehnten. 

 

 

Südasien im Fokus

Das Jahr 2018 begann mit dem Tod einer der bekanntesten Menschenrechtsaktivistinnen der Region: der pakistanischen Anwältin Asma Jahangir. Jahrzehntelang stand sie beispielhaft für die Kämpfe von Millionen Menschen in Südasien. Sie wurde verprügelt und eingesperrt, weil sie sich für Frauenrechte einsetzte…

 

 

#Metoo – Frauenrechte im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte

In diesem Jahr rückten die Frauenrechte in den USA in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte. Große Frauenbewegungen wurden mit einer Welle von Kampagnen im gesamten Land aktiv.

 

 

Diese und weitere Artikel zum Zustand der Menschenrechte 2018, inklusive der Beleuchtung der Frauenrechtssituation in der jeweiligen Region, finden Sie auf amnesty.de.

 

10. Dezember 2018