SCHREIB FÜR FREIHEIT: DER AMNESTY-BRIEFMARATHON 2018

Briefmarathon der niederländischen Amnesty-Sektion im Dezember 2015 in Amsterdam © Jorn van Eck

Es ist mal wieder soweit und der Amnesty-Briefmarathon 2018 startet.

Jedes Jahr fordern Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden.

Die unzähligen Briefe zeigen den Betroffenen und ihren Familien, dass sie nicht allein sind. Und sie machen Regierungen Druck: Zu unrecht inhaftierte Menschen werden freigelassen, diskriminierende Gesetzestexte geändert und politische Aktivistinnen und Aktivisten in ihrer Arbeit unterstützt und gestärkt.

Schreib für Freiheit – jeder Brief und jede E-Mail zählt!

Dieses Jahr ist der Briefmarathon etwas ganz Besonderes, denn im Fokus der Aktion stehen die Frauenrechte!
Für diese neun Fälle können Sie sich einsetzen:

Atena Daemi fordert die Abschaffung der Todesstrafe im Iran. Ihre Haltung hat sie mit friedlichen Mitteln in den sozialen Medien und bei einer Demonstration vertreten. Dafür ist sie zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

 

 

Das Leben der Menschenrechtsverteidigerin Nonhle Mbuthuma ist in Gefahr. Grund dafür ist, dass sie sich gegen ein Bergbauunternehmen wehrt, das Titan auf dem Land der Amadiba abbauen will.

 

 

Bei großen Demonstrationen in der Rif-Region haben Tausende Menschen mehr soziale Gerechtigkeit gefordert. Weil Nawal Benaissa die Proteste mit anführte, wird sie von den Behörden schikaniert.

 

 

Menschen mit Behinderungen haben es sehr schwer in Kirgisistan. Gulzar Duishenova will dies ändern: Die Menschenrechtsverteidigerin kämpft gegen Diskriminierung und für ein Leben in Würde.

 

 

Marielle Franco setzte sich unermüdlich für die Menschenrechte von Minderheiten ein und kritisierte den Einsatz des Militärs in den Straßen von Rio. Im März 2018 erschossen Unbekannte die Menschenrechtsverteidigerin und ihren Fahrer.

 

 

Seit Jahrzehnten werden indigene Gemeinschaften in Indien genötigt, ihr Land aufzugeben, um Industrievorhaben Platz zu machen. Pavitri Manjhi wehrt sich gegen zwei Bauprojekte und wird deshalb eingeschüchtert.

 

 

Die kenianische Regierung hat Tausende Menschen aus ihrem angestammten Waldgebiet vertrieben. Sie gefährdet damit das Überleben und die kulturelle Identität der Bevölkerungsgruppe. Die Vertreibung der Sengwer muss gestoppt werden!

 

 

Vitalina Koval engagiert sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen. Bei einer friedlichen Demonstration ist sie von Rechtsextremen angegriffen und verletzt worden.

 

Geraldine Chacón arbeitete mit Jugendlichen in den Armenvierteln von Caracas. Menschenrechtliches Engagement ist in Venezuela jedoch nicht erwünscht. Die Behörden inhaftierten sie wegen angeblichen Kontakts zu oppositionellen Gruppen.

 

Wenn Sie sich für die Frauen einsetzen wollen, klicken Sie einfach auf den jeweiligen Namen. Sie werden dann nur Seite von amnesty.de weitergeleitet, auf der Sie sich direkt beteiligen können.

10. Dezember 2018